Allah - ein Mondgott? II

Allgemeine Behauptungen
Es gibt abgesehen von archäologischen Funden und „Beweisen“  andere Fakten, weswegen manche Menschen glauben, Allah sei ein Mondgott.
(1) Die Rolle des Mondes im Islam
Behauptung: Der Mond spielt im Islam eine sehr wichtige Rolle! Man kann die Mondsichel (hilal auf Arabisch) überall entdecken: Auf islamischen Flaggen, Kennzeichen, Wappen, Minaretten, Kuppeln von Moscheen etc. Viele muslimische Namen beinhalten sogar den Namen „hilal“ (dt. „Mondsichel“) oder „ay“ (dt. Mond).
Antwort: Das alles, was oben aufgelistet ist, ist wahr. Viele Minarette haben an der Spitze den sogenannten hilal, sowie auch islamische Flaggen. Das, was hier ausschlaggebend ist, ist, dass dies nicht von der Religion des Islams hängt. Zur Zeit des Propheten sahen Flaggen ganz anders aus: Sie waren entweder ganz weiß, schwarz oder grün. Moscheen und Minarette hatten auch zur Zeit des Propheten nicht solche Mond-Ausschmückungen.
Deswegen ist es klipp und klar, dass der Ursprung dieser Ausschmückungen in Moscheen nicht im Islam liegt. Vielmehr kam diese Ausschmückungsweise erst nach dem Islam. Dies bedeutet abermals nicht, dass Muslime den Mond anbeten, zumal Moscheen zum Beispiel auch Pflanzen und weiteres als Ausschmückung haben.
Der Islam an sich hat auch kein Symbol. Wenn man Religionen symbolisch darstellen will[1], verwendet man beim Islam Mondsichel und Stern. Das ist aber komplett falsch und wurde von der Religion aus nie festgelegt. Dies macht man deswegen, weil islamische Länder eben Mondsichel und Stern als Symbol haben.
Lasst uns aber mal schauen, wo der Ursprung dieser Ausschmückung liegt. Es gibt hierzu einige Meinungsverschiedenheiten, aber ich werde euch die bekanntesten hier aufzählen:
Die erste Position hinsichtlich der Einmischung der Mondsichel in die muslimische Gemeinschaft ist, dass die Osmanen dieses Symbol von den orthodoxen Byzantinern übernommen haben. Das byzantinische Reich war sozusagen das oströmische Reich. Ihre Flagge war ein Mond und ein Stern. Die Mondsichel[2] stand für das Heidentum und der Stern[3] für das Christentum.[4] Diese Flagge wurde eingeführt, nachdem das Christentum als Staatsreligion anerkannt wurde. Sie sollte symbolisieren, dass das Reich zwei Hauptreligionen hat.[5]
Eine andere Quelle besagt, dass die Byzantiner die Flagge so wählten, weil die Römer die Goten am ersten Tag eines Mondmonats besiegten.
Eine andere Position vertritt die Meinung, dass Osman I nach einer Schlacht sich die im Krieg verstorbenen Männer anschaute. Er soll überprüft haben, ob jemand noch am Leben ist, als er eine blutrote Pfütze entdeckte. Auf dieser sah er wegen der Spiegelung des Himmels Mondsichel und Stern. So soll die Flagge entstanden sein. Durch die harten Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und Europa wurde das Mondsichel-Stern-Kennzeichen zum Symbol des sunnitischen Islams.
Eine andere Position besagt, dass Osman I in seinem Traum Mond und Stern sah und die Flagge dementsprechend gestaltete.[6] Er nahm dies als ein gutes Omen für seine Dynastie an.
Nun, wie wir sehen gibt es einige Positionen diesbezüglich. Historiker sind sich jedoch darüber einig, dass dieses Symbol von frühen türkischen Völkern stammt.[7] Wie wir wissen, war das Osmanische Reich auch ziemlich erfolgreich in kriegerischen Angelegenheiten. So gehörte Nordafrika, die heiligen Städte des Islams und auch halb Europa den Osmanen bzw. Türken. Nach und nach gewannen die eroberten Ortschaften ihre Unabhängigkeit, übernahmen für ihre Flaggen aber auch das Symbol des Mondsichels und dem Stern.
Für einen entscheidenden Einfluss hat also das Osmanische Reich gesorgt.  
Es gibt aber auch noch sicherlich andere Positionen diesbezüglich.
Zum Beispiel soll der Halbmond als „Gegen-Symbol“ für das Kreuz und die Kreuzritter bzw. Kreuzzüge gewählt worden sein.
(2) Der Mondkalender
Behauptung: Muslime beten den Mond an, weil sie einem Mondkalender folgen.
Das ist eine sehr schlechte Lüge. Schauen wir uns doch mal an, was der Koran dazu sagt:
Koran 2:189
Sie fragen dich nach den Monden. Sprich: "Sie sind ein Mittel zum Messen der Zeit für die Menschheit und für die Pilgerfahrt." Und das ist nicht Tugend, daß ihr die Häuser von hinten betretet; sondern wahrhaft gerecht ist, wer gottesfürchtig ist. Und ihr sollt die Häuser betreten durch ihre Türen; und fürchtet Allah, auf daß ihr Erfolg habt.
Das heißt, dass die Tatsache, dass Gott den Mond dafür erschaffen hat, damit wir Menschen uns an der Zeit orientieren können, stimmt. Was aber nicht stimmt, ist, dass Muslime aus diesem Grund einem Mondgott dienen sollen. Andersherum könnte ich behaupten, dass Christen zum Beispiel einem Kilometergott dienen, weil sie als Maß Kilometer verwenden. Anhand dieses Beispiels erkennt man, wie dämlich die Behauptung ist.
In beiden – Bibel und Koran – sind Feste durch den Mondkalender geregelt. Juden und Muslime haben dies beibehalten, weil sie daran glauben, dass dies von Gott kommt. Warum folgt denn das Christentum dem Sonnenkalender? Hier könnte man vorwerfen, dass Christen aus diesem Grund einem Sonnengott dienen.
Schauen wir uns doch mal paar Bibelverse an:
4. Mose 10:10
Desgleichen, wenn ihr fröhlich seid, und an euren Festen und an euren Neumonden sollt ihr mit den Drommeten blasen über eure Brandopfer und Dankopfer, daß es euch sei zum Gedächtnis vor eurem Gott. Ich bin der HERR, euer Gott.
1. Samuel 20:5
David sprach zu ihm: Siehe, morgen ist der Neumond, da ich mit dem König zu Tisch sitzen sollte; so laß mich, daß ich mich auf dem Felde verberge bis an den Abend des dritten Tages.
1. Samuel 20:18
Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist der Neumond, so wird man nach dir fragen; denn man wird dich vermissen, wo du zu sitzen pflegst.
(3) Die Sichel
Behauptung: Die Sichel spielt im Koran eine sehr bedeutungsvolle Rolle, weil Muslime den Mondgott anbeten.
Dies ist auch eine sehr billige Lüge. Die Mondsichel spielt nur im Monat Ramadan eine Rolle. Der Anfang und das Ende des Ramadans sind durch die Mondsichel festgelegt. Dies ist auch eine sehr effiziente Methode. Denn diese Methode kann man universell anwenden und sie erlaubt es dem Monat Ramadan, sich durch alle Jahreszeiten hindurch zu bewegen. Dies gibt dem Gläubigen den Spaß, in allen Jahreszeiten fasten zu können.[8]
(4) Die Sabäer
Behauptung: Der Koran stellt die Sabäer mit Juden und Christen auf eine Ebene. Die Sabäer waren ein antikes, semitisches Volk im Südwesten der Arabischen Halbinsel im Gebiet des heutigen Jemen. Ursprünglich verehrten sie astrale Götter wie Mond, Sonne und die Venus. Die fünf täglichen Gebete hat Muhammad von ihnen übernommen. Dies erkennt man vor Allem daran, dass Muslime sich beim Beten nach der Sonne und dem Licht richten, was wiederum an astrale Götter erinnert.
Dies kann man an folgenden Bildern erkennen:






[1] Z.B. Kreuz für das Christentum, Davidstern für das Judentum etc.
[2] Für die Göttin Diana.
[3] Wegen der Ankündigung der Geburt Jesu in Betlehem durch einen Stern, vor Allem zu Ehren der Jungfrau Maria
[4] Die Hintergrundfarbe war blau. Die Osmanen änderten bei der Übernahme der Flagge auch nur den Hintergrund: Rot bzw. Grün.
[5] Der Historiker Franz Babinger ist gegen diese Position, da er behauptet, dass das Symbol des Sterns nicht gängig war.
[6] Diese Position ist in Wahrheit nicht so kurz wie hier beschrieben. Osman  I sieht noch einige andere Sachen, zum Beispiel auch die Farbe Grün, weswegen er in die Flagge auch diese Farbe eingebaut hat.
[7] Manche behaupten sogar, dass Ägypter die ersten waren, die die Mondsichel an Minaretten anbrachten.
[8] http://www.islamtomorrow.com/allah/moon_god.asp

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